Über uns

Menschen

  • Birgit Angele, in Marbach am Neckar geboren, absolvierte nach dem Abitur ihr Bühnenbildstudium bei Jürgen Rose. Nach einer Assistenz bei Wolf Münzer am Schauspiel Stuttgart begann sie 1985 am Frankfurter Theater am Turm mit eigenen Arbeiten. Es folgten Stücke in Tübingen, Esslingen und Heilbronn, in Ulm die Ur-aufführung „Radio Sehnsucht“, „Die Liebe zu den drei Orangen“ und „Lulu“, am Münchner Volkstheater „Die Zähmung der Widerspenstigen“ und „Figaro lässt sich scheiden“, in Basel „Manon Lescaut“, am Schauspielhaus Zürich „Unter anderen“, am Theater Bremen „Stella“ und in Innsbruck „Eine Nacht in Venedig“ und „Der Oger“ von Veza Canetti.

    In der Bundeskunsthalle Bonn stattete sie „Rapunzel“ von Lou Harrison und „Lohengrin“ von Salvatore Sciarrino aus. Für die Staatsoper Stuttgart entwarf sie Bühnenbild und Kostüme für „Tatort Musik“, „Seid still“, „What where“, „Häuptling Abendwind“ und „Bremer Freiheit“ sowie zuletzt für „Die Welt auf dem Mond“. An der Volksoper Wien stattete Birgit Angele „Norma“, bei den Schwetzinger Festspielen „Cosi fan tutte“, Sciarrinos „Tödliche Blume“, „Il buon marito“ von Georg Benda und „Lettera Amorosa“ (Madrigaloper von Gesualdo und Monteverdi) aus.

    Am Nationaltheater Mannheim erarbeitete erarbeitete sie mit Matthias Schönfeld die großen Mozartopern „Don Giovanni“ und Titus“. An der Oper Bonn erarbeitete sie mit ihm zusammen „Der fliegende Holländer“, und am Freiburger Theater „Turandot“. An den Wuppertaler Bühnen stattete sie Sciarrinos „Tödliche Blume“ nicht nur aus, sondern zeichnete auch für die Regie verant-
    wortlich. Dort erarbeitete sie auch die Inszenierung eines Doppelabends von Salvatore Sciarrinos „Infinito Nero“ und Monterverdis „Il combattimento di Tancredi e Clorinda“ sowie als Koproduktion mit dem Theater Heilbronn die Mozartoper „Zaide“.

    Seit 2003 erarbeitet sie 2-3 Produktionen pro Spielzeit am Schlosstheater Moers in der Regie des Intendanten Ulrich Greb.
    Für "Das W" konzipierte sie die Raumgestaltung, wählte die Materialien und betreute die Arbeit am Raum, die von Felix Hecker und Jascha Klugiewicz ausgeführt wurden.

  • Patrick John Dollas war von 2009 bis 2020 Ensemblemitglied im Schlosstheater Moers. Seit 2016 verwandelt er sich immer wieder in Dr. Peter Donas, den bekannten Oneironauten und Traumausstatter und wird in Form dieser Rolle immer wieder in verschiedenen Aktionen im "W" sichtbar. Er gründete das "Institut für Angewandtes Träumen" (IfAT).

    Für das W entwickelte er außerdem Veranstaltungen wie "Sleep in! Überwintern im W" und stellte im Rahmen seiner "Experiential Recording" das "moers music memory", ein digitales Erinnerungsarchiv, auf die Beine.

  • Kim Willems und Meret Kiderlen realisieren seit 2014 zusammen Recherche-Projekte zwischen Performance und Theater. Sie erarbeiten ihre Stücke aus dokumentarischem Material wie Interviews und gesellschaftlichen Vor-Bildern. Dabei interessiert sie stets das ‚Aufblitzen der Eigenheit der beteiligten Akteure‘ sowie die spielerische Strategie des Perspektivwechsels. So entstanden u. a. die Projekte EUER THEATER an der Bürgerbühne des Staatstheaters Dresden, DIE NATUR DER KINDER am studioNAXOS Frankfurt und UTOP89 UND WER KÜMMERT SICH JETZT UM DIE FISCHE am Theater Magdeburg.

    Für "Das W" entwickelten Willems&Kiderlen die Produktion "Nischen. Eine begehbare Stadtrauminszenierung", aus der im Zuge der Corona-Pandemie das Hörspiel "Nischen. Eine hörbare Stadtraumsinzenierung" wurde.

  • Philipp Scholtysik arbeitet als Dramaturg, Performer und Regisseur. Er studierte Volkswirtschaftslehre in Regensburg und Berlin und Dramaturgie in Frankfurt. Seit der Gründung 2014 ist er Mitglied des Teams von studioNAXOS, Frankfurt, dessen Programm er als Dramaturg in verschiedenen Produktionsteams und mit eigenen theatralen und installativen Arbeiten prägt. Als Dramaturg arbeitet er sowohl in der Freien Szene als auch im Stadttheater, zuletzt in der Spielzeit 2018/2019 am Schlosstheater Moers und 2020 als Gast am Hessischen Landestheater Marburg. Gegenwärtig arbeitet er an einem längerfristigen interdisziplinären Rechercheprojekt zur Frage, unter welchen Umständen ein internationaler Generalstreik denkbar wäre und wie er ggf. verlaufen würde.

    Für "Das W" entwickelte Philipp Scholtysik das mehrteilige Projekt "Hello!", unter anderem mit der interaktiven und digitalen Installation "Hello! A Curated Conversation".

  • Dipl.-Ing. Thorsten Kamp ist seit 2015 Technischer Beigeordneter der Stadt Moers. Zu seinem Aufgabengebiet gehören u.a. die Stadtplanung und -entwicklung. Als Autor und Forscher zur Moerser Stadtgeschichte hat er sich intensiv mit den umwälzenden Veränderungsprozessen in der Moerser Innenstadt auseinander gesetzt.

    Thorsten Kamp war Gast in der ersten Ausgabe der vom W initiierten "Diskurse zum urbanen Zusammenleben" unter dem Titel "Utopie & Realität". In der von Prof. Nicolas Beucker vom Kompetenzzentrum Social Urban Design der Hochschule Niederrhein kuratierte und moderierten Reihe, diskutieren wir in jeder Ausgabe mit Bürger*innen und eingeladenen Expert*innen zu Schwerpunktthemen der Stadtentwicklung. Ausgangspunkt und ständig wiederkehrender Fokus: das Moerser Wallzentrum.

  • Constantin Alexander ist Ökonom, Politikwissenschaftler und Berater für nachhaltige Stadtentwicklung aus Hannover. Er erforschte und initiierte Möglichkeitsräume für das Ihme-Zentrum in Frankfurt, einem dem Wallzentrum ähnlichem, wenn auch deutlich größerem Gebäudekomplex. „Für eine wirklich nachhaltige Stadtentwicklung müssen wir die lange unterschätzten Gebäudekomplexe der 1970er-Jahre wieder entdecken und transformieren: von vermeintlichen Schandflecken zu Möglichkeitsräumen.".

    Constantin Alecander war Gast in der ersten Ausgabe der vom W initiierten "Diskurse zum urbanen Zusammenleben" unter dem Titel "Utopie & Realität". In der von Prof. Nicolas Beucker vom Kompetenzzentrum Social Urban Design der Hochschule Niederrhein kuratierte und moderierten Reihe, diskutieren wir in jeder Ausgabe mit Bürger*innen und eingeladenen Expert*innen zu Schwerpunktthemen der Stadtentwicklung. Ausgangspunkt und ständig wiederkehrender Fokus: das Moerser Wallzentrum.

  • Das von der AWO Kreisverband Wesel e.V. getragene Projekt "Recolour your life" startete im August 2016 und wird durch das Programm der Bundesintegrationsbeauftragen „Empowerment von Flüchtlingsfrauen" gefördert. "Recolour your life" ist ein Projekt für geflüchtete Frauen jeden Alters sowie unterschiedlicher Herkunft und Religion. Die Teilnehmerinnen kommen unter anderem aus Afghanistan, Syrien, aus dem Irak oder Tadschikistan. Mehr als 100 Frauen waren und sind seit 2016 in das Projekt involviert, das sich durch das Prinzip des "offenen Projekts" auszeichnet. Auch die Kinder der Teilnehmerinnen profitieren, da sie nicht nur betreut, sondern auch gefördert werden.

    Seit Oktober 2018 treffen sich die Frauen vier Mal pro Woche, zudem ist ein lang ersehnter Deutschkurs mit Kinderbetreuung angelaufen.
    Das Ziel von "Recolour your life" ist das Schaffen eines sicheren Ortes, an dem Frauen offen und frei reden können. Sie werden ermutigt, ihre Rechte wahrzunehmen, die deutsche Sprache zu lernen und ein selbstständiges und selbstbestimmtes Leben zu führen. Das Projekt ist ein Ort der Stabilisierung und Ressourcenaktivierung, die Kompetenzen der Frauen werden aufgegriffen, sichtbar gemacht und weiterentwickelt. "Recolour your life" unterstützt dabei, die eigenen Stärken zu sehen sowie selbstbewusster und unabhängiger zu werden.

    Im Zuge des interkulturellen W-Projekts "Nähen für die Vielfalt" entstand eine langfristige und freundschaftliche Kooperation mit dem Empowerment-Projekt "Recolour you life", namhaft Samira Ouahid (Projektkoordination), Mona Isso (Mode und Kreativität), Olga Weinknecht (Fachbereichsleiterin) sowie Rena Saeed und Taibe Maghfury (Kinderbetreuung).

  • Zu den Arbeitsschwerpunkten von Dieter Zisenis gehörten in den letzten Jahren insbesondere Themen der inklusiven Quartiersentwicklung und neue Formate von Bürgerbeteiligung und Partizipation auch auf kommunaler Ebene. Im Projekt „Wirkung und Nutzen inklusiver Quartiersentwicklung WINQuartier“ – gefördert durch die Stiftung Wohlfahrtspflege NRW, im Auftrag der Arbeitsgemeinschaft der Spitzenverbände der Freien Wohlfahrtspflege NRW – hat er mit anderen Wissenschaftler*innen an einem Instrumentarium zur Ermittlung der Wirkungen und des Nutzens inklusiver Quartiersentwicklung gearbeitet. Er arbeitet freiberuflich für den Kirchlichen Dienst in der Arbeitswelt (KDA) Duisburg-Niederrhein und ist verantwortlich für das Bildungsprogramm „Laboratorium“ des KDA, in dessen Rahmen Teilnehmerinnen des bundesweiten Modellprojekts Bürgerrat im W von ihren Erfahrungen berichteten.

    Weitere Veranstaltungen mit Dieter Zisenis sind in Planung. Dabei sollen Bürgerbeteiligung und urbanes Zusammenleben im Vordergrund stehen : Wie wollen wir zusammenleben? Im Wallzentrum - in Moers - in der Region - in Europa? Wie kann ein Diskurs in der Stadtgesellschaft angestoßen und gestaltet werden, an dem möglichst viele Bürger*innen beteiligt sind, und zwar ausdrücklich nicht nur die Lauten, Vermögenden und „Hochgebildeten“?

  • Roman Mucha, 1993 geboren in Düsseldorf, studierte von 2014 bis 2018 Schauspiel an der Hochschule für Musik, Theater und Medien Hannover. Er gastierte am Staatstheater Braunschweig in „Überzeugungstäter“ (Regie: Auftrag:Lorey) und am Theater Regensburg in „Der rote Löwe“ (Regie: Jens Poth). Seit der Spielzeit 2018/2019 ist er festes Ensemblemitglied am Schlosstheater Moers. In der beim 34. NRW-Theatertreffen in Münster mit dem Ensemblepreis ausgezeichneten Inszenierung „Zur Schönen Aussicht“ von Horvath (Regie: Ulrich Greb) war er als Max zu sehen. Außerdem war er mit der Inszenierung „Elisa und die Schwäne“ (Regie: Catharina Fillers) beim 35. WESTWIND-Festival eingeladen, die dort einen Teilnehmerpreis erhielt. Er spielte den Wurm in Kabale und Liebe (Regie: Ulrich Greb) und ist aktuell u.a. als Lenz in der gleichnamigen Inszenierung von Georg Büchners Erzählung (Regie: Ulrich Greb) zu sehen.

    Gemeinsam mit Schauspieler Matthias Heße konzipiert und zeigt Roman Mucha in der Spielzeit 20/21 die monatliche Lesereihe für phantastische Literatur "Sociétee Fantastique" im W. Zudem ist er als Schauspieler und Sprecher in verschiedene Workshopformate involviert.

  • Andrea Dieren fotografiert, seit ihr Vater ihr die Funktionsweise einer Kamera mit Blende und Zeit erklärt hat. Dabei ist sie - trotz Digitalfotografie und Bildbearbeitungsprogrammen - der Schwarz-Weiß-Fotografie und dem Handabzug in der Dunkelkammer treu geblieben. Schwarz-Weiß-Fotografie ist für sie im Kern lichtmalerische Auseinandersetzung mit Gegenständen und Oberflächen. In ihren Fotografien erzeugt Andrea Dieren Bildaussagen, die dem entsprechen, was sie im Moment der Aufnahme wahrgenommen und empfunden hat. Ihre Bilder lassen neue Geschichten entstehen - entstanden aus bei der Entstehung Erahntem und dem, was beim Betrachten vor dem eigenen Lebenshintergrund gesehen werden kann. So erschafft sie eigene Kommunikationsebenen.

    Andrea Dieren unterrichtet an der Gaesdonck in Goch Kunst und lebt in Repelen. An der Fachhochschule in Krefeld hat sie Objekt-Design und an der Universität Duisburg Essen Kunst studiert.

    Für das W hat sie die Ausstellung "Verlassen - Altes neu sehen" konzipiert, die die leerstehenden Winkel des Wallzentrums erkundet.

  • Joost Van den Branden studierte Neuere Geschichte an der Universität Gent. Nach Performances bei verschiedenen Festivals in Belgien entdeckte er das Puppenspiel für sich. 2002 gründete er das Theater Tieret, das er bis heute als Künstlerischer Leiter führt. Van den Branden schreibt, spielt und ist seit einigen Jahren auch als Regisseur tätig. Seit Bestehen des Theater Tieret spielte Van den Branden in rund 4500 Inszenierungen an festen Häusern und Festivals in Belgien, den Niederlanden und Deutschland.

    Sein Weg verbindet ihn mit Neville Tranter vom „Stuffed Puppet Theatre“ in Australien, der ihn als Mentor und Personal Coach prägte. Van den Branden verfasste u.a. Stücke für das Theater Froe Froe in Antwerpen und das Symphonic Youth Orchestra in Flandern. Neben seiner Arbeit als Puppenspieler schreibt er Kinderbücher und gibt selbst Meister- und Schulkurse im Puppenspiel, in denen er das Verhältnis zwischen Schauspieler und Puppe erforscht.

    Für das Schlosstheater Moers entwickelte er ästhetische Hybridformen zwischen Mensch und Puppe in den Inszenierungen „Die Pest“ und „Der Process“, letztere feierte in einem ehemals leerstehenden Ladenlokal im Wallzentrum Premiere.

  • Karsten Drohsel ist Dipl.-Ing. der Stadt- und Regionalplanung, Künstler und Spieledesigner. Er leitet das STUDIO IN//stabil, ein Designstudio für soziale und kulturelle Stadtentwicklung in Berlin und Stuttgart, und mikromakro.systems, ein Büro für systemisches Design in Wien. Zudem ist er Dozent an der Universität Wien (Institut für Europäische Ethnologie) und der Kunstschule Wien (Werkstatt Design und Raum). Karsten Drohsel ist Gründungsdirektor der Mobilen Universität Berlin und Vorstandsmitglied des Produktionskollektivs Wien, eines eingetragenen Vereins mit dem Fokus der Stadtentwicklung, dem Austausch lokalen Wissens und der Entwicklung partizipativer Strukturen im Wiener Sandleitenhof.

    Sein Fokus liegt auf Projektentwicklung und -management, Präsentation und Kommunikation lokalem Wissens sowie auf der Entwicklung künstlerischer Methoden/ partizipativer Kunst zur Entwicklung lokaler demokratischer Strukturen. Seine Forschungsschwerpunkte liegen im Bereich Public Food Design, sensueller Städtebau und Gedenkkultur. Als Künstler realisierte Karsten Drohsel partizipative Projekte in u.a. Wien (Wunderkammmer/SOHO in Otta-kring), Aveiro/Macinhata (Artist in Residence), Mannheim (Projekt Utopolis/Multi-halle), New York/Berlin (Guggenheim Lab), Istanbul (Trojan Horses), Kassel/Athen (Victoria Square Projekt /Documenta 14), Bukarest (The Eyes of Bucharest), Nairobi (CO-MEMO). Karsten Drohsel ist Mitglied von MitOst e.V., Mitglied des Global Diplomacy Lab des Auswärtigen Amtes sowie des CitizensLab. Er ist Bosch Alumni des Forums Participatory Development, und des Programms Tandem Turkey.

    Für "Das W - Zentrum für urbanes Zusammenleben" ist er im Rahmen der Reihe "Diskurse zum urbanen Zusammenleben" an zwei Online-Formaten beteiligt.

  • Matthias Heße, Jahrgang 1974, wuchs in Bochum auf und arbeitete dort erstmals am Kulturhaus Thealozzi als Schauspieler. Weitere Engagements in der freien Szene folgten, bevor er 1998 an der Folkwang Hochschule Essen seine Theaterausbildung begann.

    Nach Gastverträgen in Bielefeld und Wiesbaden ging er 2002 ans Schauspiel Dortmund, wo er unter anderem mit Hermann Schmidt-Rahmer, Sybille Fabian, Phillip Preuß und Michael Gruner zusammenarbeitete und als Regisseur erste eigene Theaterabende realisierte.

    Seit 2009 ist er Mitglied des Ensemble des Schlosstheater Moers und lebt mit seiner Familie in Moers. Hier war er unter anderem als Tesman in Ibsens Hedda Gabler, Königin Margaret in Shakespeares Richard III und Alberich in Der Ring – Rheingold im Königssee zu sehen, außerdem gestaltete er eine 24-h-Performance von Borcherts Das ist unser Manifest. Als Regisseur inszenierte er die Abende Haarmannsland, Das Mädchen, das die Streichhölzer zu sehr liebte, Fabelhafte Familie Baader und zuletzt Illuminatics.

    Gemeinsam mit Roman Mucha hob er im W die Lesereihe "Sociétee Fantastique" aus der Taufe, die einmal monatlich stattfindet.

  • Dr. Turit Fröbe ist Architekturhistorikerin und Urbanistin, aber auch: Bausündenexpertin und Baukulturvermittlerin. Das klingt kompliziert. Ist es aber nicht: Turit hat ein Faible für das Sperrige und Ungeliebte und weiß als Expertin, dass wir nur genau hinschauen müssen, um in jeder Stadt zwischen grauen Fassaden überraschende Entdeckungen zu machen.

    Turit war als Referentin und Expertin für unsere Reihe "Diskurse zum urbanen Zusammenleben" dabei und hat uns unter dem Titel "Erkunden & Erfahren" gemeinsam mit Karsten Michael Drohsel auf eine spielerische Reise der Stadtwahrnehmung mitgenommen.

    Foto: Philip Birau

  • Saskia Hebert ist promovierte Architektin und Stadtforscherin. Im Rahmen einer Vertretungsprofessur an der HbK Braunschweig lehrte und forschte sie im Studiengang Transformation Design. In diesem Umfeld, in ihrer Planungspraxis und in ihren Publikationen fokussiert sie Themen von Beteiligungskultur und Zukunftsformulierung in der Stadtentwicklung. Sie ist Mitherausgeberin des FUTURZWEI Zukunftsalmanach 2017/18 mit dem Themenschwerpunkt Stadt, sowie Herausgeberin und Autorin verschiedener Sammelbände über die Gestaltbarkeit von Inklusion und Stadträumen.

    Saskia Hebert war zusammen mit Anne van Rießen in unserer Reihe "Diskurse zum urbanen Zusammenleben" unter dem Titel "Offene Stadt & Offene Gesellschaft" als Expertin zu Gast.

    Foto: Anja Weber

  • Anne van Rießen ist Professorin für Methoden Sozialer Arbeit an der Hochschule Düsseldorf. Arbeits- und Forschungsschwerpunkte: Partizipation und Demokratisierung Sozialer Arbeit, Nutzer*innenforschung, Sozialraumbezogene Soziale Arbeit, interdisziplinäre Stadtentwicklung.

    Sie beteiligt sich forschend und gestaltend an Projekten zur Quartiersentwicklung, wobei sie die sozialräumliche Perspektive Dimension stets hervorhebt.

    Anne van Rießen war gemeinsam mit Saskia Hebert in unserer Reihe "Diskurse zum urbanen Zusammenleben" unter dem Titel "Offene Stadt & Offene Gesellschaft" als Expertin zu Gast.

  • Kathrin Leneke studierte Theaterwissenschaft und Anglistik an der Ruhr-Universität Bochum. Während des Studiums übernahm sie verschiedene Regieassistenzen an Stadttheatern und in der freien Szene, unter anderem am Kinder- und Jugendtheater Dortmund, an der Schaubühne Berlin und am Theater der Keller in Köln.

    Von 2014 bis 2017 war sie als Regieassistentin am Schlosstheater Moers engagiert, wo auch ihre Debütinszenierung „Judas“ nach Lot Vekemans entstand. 2017 bekam sie das NRW Nachwuchsstipendium der freien Kinder- und Jugendtheater und realisierte am theaterkohlenpott Herne das Projekt „Angst|Mut|A(k)tion“ mit Jugendlichen zwischen 14 und 19 Jahren.

    Im Januar 2020 kehrte Kathrin Leneke ans Schlosstheater Moers zurück und arbeitet seit dem als Theaterpädagogin im Jugendbereich und ist Ansprechpartnerin für weiterführende Schulen. Ab der Spielzeit 2021/2022 übernimmt sie die Leitung am Jungen STM.

    Seit Oktober 2021 probt Kathrin Leneke mit dem Bürgerchor Moers regelmäßig für ein ganz besonderes Projekt: die chorische Bearbeitung des Grundgesetzes.

  • Ute Hofmann ist großer, wenn nicht der größte Fan des Schlosstheater Moers. Sie schaut sich jede Produktion an, meist auch schon die Proben. Ihr Engagement für "Das W" und das STM bringt sie im Bürgerchor ebenso ein wie bei den Mittwochsmahlzeiten oder der Gästebetreuung im Offenen Café. Ute lebt mit zwei Männern, einer Katze und zwei Katern in einer Moerser WG.

  • Susanne Zaun ist in Mainz geboren und studierte am Institut für Angewandte Theaterwissenschaft in Gießen und an der Universitetet i Bergen in Norwegen. Sie wohnt in Frankfurt am Main. In den vergangenen Jahren entwickelte sie Theaterprojekte u.a. für das Künstlerhaus Mousonturm, das Schauspiel Frankfurt, das Schloßtheater Moers, das Theater Junge Generation in Dresden und zeitraumexit Mannheim. Von 2015 bis 2020 war sie Vorstandsmitglied von ID_Frankfurt e.V. In diesem Zusammenhang setzt sie sich für die Verbesserung der Arbeitsbedingungen in der Freien Szene und die Organisation des Z Zentrum für Proben und Forschung ein.

    Seit 2013 arbeitet Susanne Zaun regelmäßig am Schlosstheater Moers und entwickelte dort folgende Stücke: Don Quijote (2013), Die Schneekönigin (2014), Alice im Wunderland (2015), Wir sind Schmidt (2017), Die Mutter aller Fragen (2019).

    2021 entwickelte sie zusammen mit Dramaturgin Larissa Bischoff das Stück "Männer allein im Wald", das in mehreren leerstehenden Ladenlokalen des Wallzentrums spielt.


  • Katrin Mevißen führt in Krefeld das kleine und feine Büro für Gestaltung „Form Kultur“ und ist Vorständin des Vereins „freischwimmer e.V.“. Design versteht sie als Aufgabe, die Welt sozialer und nachhaltiger zu gestalten.

    Katrin Mevißen berichtete für die vierte Ausgabe der "Diskurse zum urbanen Zusammenleben - miteinander statt nebeneinander" aus den Projekten des Vereins freischimmer e.V., der Prozesse initiiert, um das brachliegende alte Stadtbad in Krefeld gemeinsam mit der Bevölkerung zu entwickeln. Für seine kooperative Stadtentwicklung wurde der Verein gemeinsam mit der Stadt Krefeld vom Bundesministerium des Innern, Bau und Heimat als Koop.Stadt ausgezeichnet.

  • Kristina Wendland ist Geschäftsführerin des „Zentrum für Kooperation und Inklusion KD11/13“ in Essen-Altenessen. Ziel des „KD 11/13“ ist es, ein wertschätzendes Klima für eine integrative Stadtteilentwicklung entstehen zu lassen. Mit Angeboten aus den Bereichen Bildung, Kultur und Sozialem spricht das Zentrum Bevölkerungsgruppen jeglicher Herkunft und jeglichen Alters an. Mit seinen Räumen, Ansprechpartner*innen und Angeboten fördert es Begegnungen, die dazu einladen, miteinander und voneinander zu lernen.

    Kristina Wendland berichtete für die vierte Ausgabe der "Diskurse zum urbanen Zusammenleben - miteinander statt nebeneinander" aus ihren Erfahrungen mit den lokalen Akteur*innen, der Koordination und Motivation von Ehrenamt, Zusammenführung von ideellen und finanziellen Förder*innen und nicht zuletzt von der Bedeutung von Räumen für ein gelingendes Zusammenleben.

  • Gaby Herchert ist Professorin für germanistische Mediävistik an der Universität Duisburg-Essen. Ihre Forschungsschwerpunkte sind mittelalterliche Kultur- und Bildungsgeschichte, insbesondere Einflüsse der islamischen Reiche auf die europäische Kultur- und Geistesgeschichte. Das Mittelalter ist in Stadtbildern, in Literatur, Kunst und in der Popkultur allgegenwärtig und doch zugleich weit entfernt von unserer Lebenswirklichkeit. Die Auseinandersetzung mit diesem „vertrauten Fremden“ schärft den Blick für Traditionen und Neuerungen, zeigt, wie wandelbar Selbstverständlichkeiten und Normalitäten waren und immer noch sind, und eröffnet Perspektiven, die Diskussionen der Gegenwart bereichern können. Die Beschäftigung mit dem Mittelalter hat auf diese Weise auch eine gesellschaftliche Dimension.

    Gaby Herchert koordiniert das Projekt „Eine Stadt erinnert sich“, an dem neben zahlreichen Moerser*innen das W - Zentrum für urbanes Zusammenleben, das STM, das Grafschafter Museum und der Schriftsteller Feridun Zaimoglu beteiligt sind.

  • Feridun Zaimoglu, geboren 1964 im anatolischen Bolu, lebt seit seinem sechsten Lebensmonat in Deutschland. Er studierte Kunst und Humanmedizin in Kiel und schreibt für Die Welt, die Frankfurter Rundschau, Die Zeit und die FAZ.

    2002 erhielt er den Hebbel-Preis, 2003 den Preis der Jury beim Bachmann-Wettbewerb in Klagenfurt und 2005 den Adelbert-von Chamisso-Preis. Im Jahr 2005 war er Stipendiat der Villa Massimo in Rom. Zahlreiche weitere Preise folgten, u.a. der Grimmelshausen-Preis (2007), der Corine-Preis (2008), der Jakob-Wassermann Literaturpreis (2010) sowie der Preis der Literaturhäuser (2012). 2016 erhielt er den Berliner Literaturpreis sowie die Ehrenprofessur des Landes Schleswig-Holstein. Nach »Leyla«, »Liebesbrand« und »Siebentürmeviertel« erschien zuletzt sein großer Luther-Roman »Evangelio«.

    Im Rahmen des Projekts "Eine Stadt erinnert sich" ist er für Workshops im W zu Gast.

  • Sandra Punge wurde 1972 in Dortmund geboren. Sie studierte in Bochum und Duisburg-Essen. Die Liebe ließ sie nach Moers ziehen, wo sie nun heimisch geworden ist. Zunächst als Museumspädagogin, dann als Lehrerin für die Fächer Deutsch, Geschichte und Darstellen und Gestalten.

    Sie hat bei der Durchführung und Organisation von diversen Kunstprojekten an der Schule mitgearbeitet, z.B. Bei „Moers unterm Hakenkreuz – im Spiegel der Zeit“ oder „Französische Kriegsgefangene in Moers“. Auch diverse Kooperationsprojekte mit dem SCI:Moers, dem Grafschafter Museum, dem Schlosstheater Moers, dem Verein "Erinnern für die Zukunft", der VHS Moers/Kamp-Lintfort und anderen Schulen wurden von ihr initiiert, organisiert und begleitet, darunter der Anne-Frank-Tag, die Stolpersteinlegungen, die Faces of Future- Ausstellung, „Völker.Wanderung“ oder „Kulturgeschichte des Lichts“ im Grafschafter Museum. Sie ist Lehrerin aus Leidenschaft, für die Wissensvermittlung nur in Kooperation mit unterschiedlichen Bildungs- und Kultureinrichtungen optimal funktioniert.

    Für "Das W" hat sie das Demokratie-Projekt „Mir reichts! Ich gründe eine Partei!“ in Kooperation mit den Schauspielern Roman Mucha und Patrick Dollas sowie jugendlichen Erwachsenen durchgeführt.

  • Die Heimat von Barış Uçak ist Moers. Studiert hat er Turkistik und Sport auf Lehramt an der Universität Duisburg-Essen. Er lebte zehn Jahre in Essen und kehrte nach seinem Referendariat in seine Heimatstadt Moers zurück.

    Im ersten Jahr seiner Lehrerkarriere entwickelte sein Kollege Joachim Sistig das Mentorenprojekt „Team Arkadaş (türk. Arkadaş = Freund/ Freundin)”. Seitdem organisieren Barış Uçak und Joachim Sistig als Team Arkadaş regelmäßige Gesprächsforen an der Schule zu aktuell politisch-interkulturellen Themen, beispielsweise zu „Kopftuch im Islam“, „Lehrerinnen mit Kopftuch an der AFG“, „Salafismus“, „Religionsfreiheit in der Welt“ oder „Schubladendenken-Islam in Deutschland“.. In Kooperation mit der AWO in Repelen führt das Team Arkadaş Projekte zu politischer Willensbildung. Die erfolgreiche Arbeit des Team Arkadaş wurde bereits vom ehemaligen Bundespräsidenten Joachim Gauck gewürdigt.

    Barış Uçak ist Beratungslehrer für türkischstämmige Schüler*innen. Damit zusammenhängend hat er regelmäßig türkische Elternabende veranstaltet und ist Ansprechpartner bei interkulturellen Themen und Konflikten. Seit 2020 ist er außerdem Vorstandsmitglied des Integrationsrates der Stadt Moers.

    Für "Das W" hat er gemeinsam mit seiner Kollegin Sandra Punge das Demokratie-Projekt „Mir reichts! Ich gründe eine Partei!“ in Kooperation mit den beiden Schauspielern Roman Mucha und Patrick Dollas sowie jugendlichen Erwachsenen durchgeführt.

  • Gudrun Traub schenkt im W seit Oktober 2021 jeden Mittwoch die Suppe bei "Die Mahlzeit - der gedeckte Tisch im W" aus. Im alten Jahrtausend hat sie schon Suppe für die Schauspieler*innen des Schlosstheater Moers ausgeschenkt - sogar gekocht, denn sie ist dem Theater bereits seit 1971 verbunden. Ob am Empfang, an der Theke des Foyers oder beim Bühnenauf- und -abbau: Gudrun fand stets die Lücke und sprang ein. Um die damit einhergehende Dramatik gut zu verkraften, studiert sie seit dem Rentenalter Psychologie und macht lange Spaziergänge.

  • Awatif kommt ursprünglich aus Marokko, hat sieben Jahre in Spanien gelebt und ist vor fünf Jahren nach Moers gezogen. Das erste Jahr hier in der Stadt hat sie die Hauptschule besucht. Nächstes Jahr wird sie im Alter von 17 Jahren ihr Abitur im Gymnasium Rheinkamp abschließen. Awatif interessiert sich für Menschen, Kulturen, Reisen und Sprachen. Sie möchte nach dem Abi ein duales Studium im Internationalen Management beginnen und sich kreativ für Menschen engagieren.

    Awatif hat für das W einen Audio-Stadtspaziergang im Rahmen der Reihe ‚Stadt Machen!‘ mitproduziert und sich für das Projekt ‚Eine Stadt erinnert sich‘, einer Kooperation des W mit der Universität Duisburg-Essen und dem Autor Feridun Zaimoglu, interviewen lassen.

  • Der Autor Levent Kesik (Jahrgang '70, geboren und aufgewachsen in der Ruhrpott-Perle Duisburg) bereist mit seinen Büchern, wann immer er es kann, die Welt und hält Lesungen. Er lebt seit mehreren Jahren in der Grafenstadt Moers am Rande des Ruhrgebiets.

    In seinen Gedichten, Erzählungen und Anekdoten spiegeln sich sowohl die nachdenkliche als auch die humorvolle Seite des Autors wider. Das Schreiben versteht er als Reflex auf das Leben, als Befreiung aus dem Alltag und Flucht in Phantasiewelten. In seiner Anthologie durchlebt er im historischen Kontext auf sehr persönliche Weise den Schmerz der realen Welt um sich herum.

    Neben dieser Vielschichtigkeit manifestiert sich in einer launigen türkisch-deutschen Science Fiction Parodie auch die Vielseitigkeit seines Schreibens. Verpackt in eine humorvolle Erzählung, die von Selbstironie durchsetzt ist, hallen mal subtil versteckt, mal sehr laut kritische Töne zu Themen wie Umwelt, Krieg und Gesellschaft.

    Mit dem W verbindet ihn ein phantastische Lesung von "Alis vs. Alis" im Rahmen der "Sociétee Fantastique" zusammen mit Roman Mucha und Matthias Heße vom Schlosstheater Moers.

  • Burak Yilmaz lebt als Autor und selbstständiger Pädagoge in Duisburg. Im September 2021 erschien sein Buch "Ehrensache: Kämpfen gegen Judenhass" im Suhrkamp Verlag. Yilmaz hat u.a. das Projekt "Junge Muslime in Auschwitz" sowie die Theatergruppe "Die Blickwandler" initiiert. Er gestaltet Projekte im Bereich Kunst, Kultur und Bildung und fungiert darüber hinaus als Berater für den Bundesbeauftragten gegen Antisemitismus.

    Yilmaz hält Workshops zu den Themen Rassismus, Geschichte in der Einwanderungsgesellschaft sowie Antisemitismus und Erinnerungskultur in Schulen und Gefängnissen. Im Dezember 2018 erhielt Yilmaz für sein vielfältiges Engagement Yilmaz den Bundesverdienstorden aus den Händen des Bundespräsidenten Frank-Walter Steinmeier.

    Im W leitete er den Anti-Rassismus-Workshop "Wir und die anderen?!", an dem auch zahlreiche Mitarbeiter*innen des W und des Schlosstheaters teilnahmen. Für den Frühling 2022 ist eine Lesung aus seinem Buch ‚Ehrensache: Kämpfen gegen Judenhass‘ im W geplant.